Inklusion in der Arbeitswelt – Vernachlässigtes Thema wird anlässlich einer DGB-Studie aufgegriffen

Foto: creativecommons.org
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Heute ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung – doch kaum ein Medienbericht bringt das Thema Behinderung mit der Arbeitswelt in Verbindung. Die INA hat „Inklusion in der Arbeitswelt“ im Jahr 2018 auf Platz 1 der Top10 der vergessenen Nachrichten gewählt. Jetzt zeigt eine aktuelle DGB-Studie erneut die Brisanz des Themas: Menschen mit Behinderung sind weit häufiger arbeitslos als nicht-behinderte Menschen und diese Lücke ist gewachsen. Während die allgemeine Arbeitsloenquote im Jahr 2017 bei 7,2 Prozent lag, waren unter den schwerbehinderten Menschen 11,7 Prozent arbeitlos.

Die Recherchen der INA haben ergeben, dass die Medien das Thema Inklusion am Arbeitsplatz vernachlässigen. Häufiger wird über Inklusion in den Bereichen Schule oder Sport berichtet. Zudem kommt es teilweise zu stereotypisierender Berichterstattung. Berichte über erfolgreiche Arbeitnehmer mit Behinderung kommen zu kurz.

Der DGB fordert in seiner Studie die Bundesländer zu einer bedarfsgerechten Finanzierung auf, um eine flächendeckende inklusive Berufsorientierung zu ermöglichen. Zudem wird eine strengere Einhaltung der vorgeschriebenen Beschäftigungspflicht von schwerbehinderten Menschen angemahnt.

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