Mit dem Günter-Wallraff-Preis für Journalismuskritik ehrt der Vorstand der Initiative Nachrichtenaufklärung e.V. Personen oder Institutionen, die sich auf originelle und ausgewogene Weise kritisch mit dem Journalismus auseinandersetzen. Ziel ist es, durch konstruktive Kritik die öffentliche Aufgabe des Journalismus zu stärken bzw. diese in Erinnerung zu rufen, wo sie in Vergessenheit gerät.
Gefördert werden…
….Personen, Teams und Projekte, die in herausragender Weise Themen journalistisch bearbeitet und dargestellt haben, die in der Medienöffentlichkeit vernachlässigt werden.
…Personen, Teams und Projekte, die sich in herausragender Weise für unabhängige Recherche und kritischen Journalismus engagiert haben.
….Personen, Teams und Projekte, die einen herausragenden Beitrag dazu geleistet haben, wichtige Probleme trotz kurzfristiger journalistischer Selektionskriterien nachhaltig in der Öffentlichkeit wachzuhalten.
Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai 2016 schreibt die INA e.V. den Günter-Wallraff-Preis zum zweiten Mal aus. JedeR ist aufgefordert, beim INA-Vorstand mögliche Preisträger/innen nach den oben genannten Kriterien vorzuschlagen. Die endgültigen Günter-Wallraff-Preisträger 2016 werden in einer öffentlichen Vorstandssitzung voraussichtlich am 24.Mai gekürt.
info@nachrichtenaufklaerung
Der Günter-Wallraff-Preis für Journalismuskritik ist am 8. Juni 2015 auf dem 1. Kölner Forum für Journalismuskritik erstmals vergeben worden. Die Preisträger heißen Sebastian Pertsch und Udo Stiehl. Sie wurden für ihr Online-Projekt Floskelwolke geehrt. Darin machen sie in innovativer Weise auf Unzulänglichkeiten, Fehler und Manipulationen in der Nachrichtensprache aufmerksam. In der Floskelwolke wird tagesaktuell abgebildet, welche Floskeln, schiefen Bilder und Euphemismen die Medien am häufigsten verwenden.

„Udo Stiehl und Sebastian Pertsch enthüllen mit sprachpädagogischem Furor, was alles hinter der journalistischen Phrasendreschmaschine steckt – oder besser gesagt: nicht dahinter steckt. Mit den zeitgemäßen Mitteln des Internets setzen sie ein Projekt fort, das der Wiener Karl Kraus begonnen hat: die Trockenlegung des Phrasensumpfes.“ – Aus der Laudatio von INA-Geschäftsführer Hektor Haarkötter
Die Auszeichnung ist mit insgesamt 6.000 Euro dotiert. Stifter sind der Namensgeber Günter Wallraff, der Fernsehsender RTL und die Kölner Medienrechtskanzlei Wilde, Beuger, Solmecke. Der Preis wurde im Rahmen des 1. Kölner Forums für Journalismuskritik beim Deutschlandfunk in Köln überreicht.