INA-Thema in Anhörung des NRW-Landtags

Haarkötter im NRW-Landtag

Im vergangenen Jahr hatte die Initiative Nachrichtenaufklärung (INA) e.V. das Thema „Schleichende Abschaffung der Lernmittelfreiheit“ auf Platz Eins der Top Ten der Vergessenen Nachrichten gewählt. Die SPD-Fraktion im Landtag NRW hat eine Anhörung zum Thema „Chancengleichheit“ im Schulausschuss durchgesetzt. INA-Vorsitzender Prof. Hektor Haarkötter war als Sachverständiger eingeladen.

Eigentlich sollen Lernmittel – also vor allem Schulbücher und Übungshefte – für alle Schulkinder in Deutschland kostenlos sein, denn Schulbildung darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Doch in vier Bundesländern gibt es bereits gar keine Lernmittelfreiheit für Schulbücher etc. mehr, und der wirtschaftliche Druck auf die anderen Länder, diese Mittel einzuschränken, steigt. Das Thema geht alle Menschen in Deutschland mit schulpflichtigen Kindern an. Dennoch wird darüber in den großen Medien viel zu wenig berichtet. Darauf hat die INA in ihren Top Ten des Jahres 2022 hingewiesen.

Der Schulausschuss des Landtags NRW hat auf Antrag der SPD-Fraktion nun eine Anhörung zum Thema Chancengleichheit im Bildungssystem veranstaltet. Neben Vertreter:innen von Schulen, Elternverbänden und Kommunen war auch INA-Vorsitzender Prof. Hektor Haarkötter als Sachverständiger eingeladen. Denn tatsächlich liegen wenige Daten vor, die die Kosten für Lernmittel und Schulbesuch im bundesweiten Vergleich nebeneinanderstellen. Die Recherchen der INA waren hier wegweisend und haben darum auch überregional zu viel Berichterstattung und Aufmerksamkeit geführt.

Bis zu 20.000 Euro kann eine Schulkarriere pro Kind kosten, wie die INA recherchiert hat. Die Recherchen wurden von Studierenden des Studiengangs Nachhaltige Sozialpolitik B.A. an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg durchgeführt. Die soziale Bedeutung von Bildungskosten für die Schulkarrieren von Kindern und Jugendlichen haben diverse Studien in den vergangenen Jahren deutlich gemacht (PISA, IQB-Bildungstrend, IGLU-Studie). „Bildung muss für alle da sein, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern“, betont Prof. Haarkötter.

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