Süddeutsche: Vergessener Bundeswehreinsatz

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Die Süddeutsche Zeitung (Bezahlinhalt) bringt heute eine lange Seite-3-Geschichte über den Bundeswehreinsatz in Afghanistan. Darin stellt das Blatt auch fest:
Der deutschen Öffentlichkeit ist wenig bewusst, dass noch immer etwa 980 Soldaten der Bundeswehr in Afghanistan Dienst tun; die meisten in Masar-i-Scharif, der größten Stadt des Nordens.
Die INA e.V. hat bereits in ihren diesjährigen Top Ten der Vergessenen Nachrichten darauf hingewiesen, dass die meisten der mittlerweile 15 Auslandseinsätze der deutschen Bundeswehr der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt sind. Denn bei weitem nicht über alle Missionen wird in der Presse berichtet. Dabei sind es deutsche Soldaten, die in der Regel im Auftrag des deutschen Bundestags Leib und Leben im Ausland riskieren. Auch im Hinblick auf die Finanzierung dieser Auslandseinsätze aus Steuergeldern und die Neuausrichtung der Bundeswehr hin zur Verteidigung der Sicherheit Deutschlands im Ausland sollten die deutschem Medien mehr und genauer über die Auslandseinsätze deutscher SoldatInnen berichten. Seit 1992 haben die Auslandseinsätze der deutschen Bundeswehr über 17 Milliarden Euro gekostet. Es gibt jedoch noch nicht einmal eine regelrechte Erfolgskontrolle solcher Einsätze: Ein entsprechender Gesetzentwurf liegt zwar vor, wurde aber noch nicht verabschiedet.

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