Über Uns
“Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen” – das Motto der drei japanischen Affen trifft offenbar auch auf viele Medien zu. Obwohl es erste Aufgabe der Medien ist, die Öffentlichkeit über alle relevanten Ereignisse und Themen zu informieren, kommen sie dieser Pflicht nicht immer nach. Themen, die für viele Bürger von Bedeutung sein könnten, werden verschwiegen, vergessen oder verdrängt.
Die Initiative Nachrichtenaufklärung – kurz INA – wurde im Mai 1997 von Professor Peter Ludes in Siegen gegründet. Zum Gründerteam und zu der ersten Jury gehörten Imme de Haen, Ingrid Kolb, Professor Ulrich Saxer, Georg Schütte und Dr. Hermann Meyn.
Vorbild der Initiative Nachrichtenaufklärung ist das US-amerikanische “Project Censored”.
Ziel der INA ist es, wichtige Nachrichten und Themen (hauptsächlich aus dem deutschsprachigen Raum), die in den Medien nicht genügend berücksichtigt wurden, stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen.
Um an möglichst viele Vorschläge für vernachlässigte Nachrichten und Themen zu gelangen, hoffen wir auf ihre Beteiligung: Jeder Vorschlag, der den Nominierungskriterien entspricht, wird gerne entgegengenommen. Die Vorschläge können per Post, Fax oder E-mail eingereicht werden.
Aus allen eingesendeten Vorschlägen werden nach Recherche und Bewertung in jedem Jahr rund 20 Themen in die engere Auswahl genommen. Aus diesen Themen wählt schließlich eine Jury von Wissenschaftlern und Journalisten die zehn “Top-Themen” des Jahres aus. Diese werden auf der Homepage der Initiative Nachrichtenaufklärung veröffentlicht
Außerdem soll die Webseite der INA als medienkritisches Blog einen Beitrag leisten zur Diskussion des Phänomens der Vernachlässigung. Wir machen daher nicht auf falsche oder überflüssige Beiträge aufmerksam, sondern auf ausbleibende Information durch die Medien.
Dabei ist Der blinde Fleck nicht auf einzelne Themenkomplexe beschränkt. Alle Beiträge, die sich um das Problem der Vernachlässigung drehen, sind willkommen.
Zu finden ist die INA auch bei Facebook.
Literatur zur Initiative Nachrichtenaufklärung:
Ludes, Peter: “Kollektives Gedächtnis und kollektive Vernachlässigung”. In: Ludes, Peter/ Schanze, Helmut (Hrsg.): “Medienwissenschaften und Medienwertung”. Opladen, Wiesbaden, 1999: Westdeutscher Verlag, S. 171-196.
Pöttker, Horst: “Initiative Nachrichtenaufklärung: Zwölf Thesen über das öffentliche (Ver-)Schweigen”. In: Ludes, Peter/ Schanze, Helmut (Hrsg.): “Medienwissenschaften und Medienbewertung”. Opladen, Wiesbaden, 1999: Westdeutscher Verlag, S. 161-170.
“Projektseminar ‘Initiative Nachrichtenaufklärung’: Die Initiative Nachrichtenaufklärung: Ergebnisse 1996/97″. In: Ludes, Peter/ Schanze, Helmut (Hrsg.): “Medienwissenschaften und Medienwertung”. Opladen, Wiesbaden 1999: Westdeutscher Verlag, S. 197-220.
Wember, Bernward: “Können Bildschirmmedien aufklären?” In: Ludes, Peter/ Schanze, Helmut (Hrsg.): “Medienwissenschaften und Medienwertung”. Opladen, Wiesbaden, 1999: Westdeutscher Verlag, S. 21-34.

