Geschafft: Die INA ist jetzt ein e.V.

(Köln) Die Initiative Nachrichtenaufklärung (INA) ist jetzt ein gemeinnütziger Verein. Siebzehn Jahre nach der Gründung der INA an der Uni Siegen ist die medienkritische Nicht-Regierungsorganisation nun am Amtsgericht Köln ins Vereinsregister eingetragen. Zum ersten geschäftsführenden Vereinsvorsitzenden ist von der Gründungsversammlung der Kölner Filmemacher und Journalistik-Professor Dr. Hektor Haarkötter von der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) gewählt worden. Neben Haarkötter firmieren als neu gewählte Vorstandsmitglieder der Kölner Medienanwalt Christian Solmecke (Recht), die Redakteurin beim Deutschlandfunk Rita Vock (Öffentlichkeit), der Sportwissenschaftler an der Kölner Sporthochschule Jörg-Uwe Nieland (Finanzen) und Journalistik-Student Maximilian Heck (Nachwuchs). Die Fernsehjournalistin Edith Dietrich (WDR) ist als aktuelle INA-Seminarleiterin assoziiertes Mitglied des Vorstands.

„Wir wollen die INA zukunftsfest machen“, so der neugewählte Vereinsvorsitzende Hektor Haarkötter, „weil wir der festen Überzeugung sind, dass die Vernachlässigung und sogar Zensur vieler gesellschaftlich relevanter Themen in deutschen Medien heute diskussionswürdiger ist denn je“. Zu den Plänen des neuen Vereinsvorstands gehört auch, noch aktiver als bisher für vernachlässigte Themen Öffentlichkeitsarbeit zu machen. So soll neben der Veröffentlichung der Top Ten der vernachlässigten Themen auch über eigene Publikationsformen nachgedacht werden. „Obwohl es sich bei unseren Top Ten ja wirklich um Exklusivthemen handelt, greifen die Medien zu selten zu“, erklärt Haarkötter. „Wir wollen darum überlegen, wie wir selbst diese Themen ans Licht der Öffentlichkeit bringen können“.

Die Initiative Nachrichtenaufklärung E.V. will die Öffentlichkeit auf Themen und Nachrichten aufmerksam machen, die von den deutschen Massenmedien vernachlässigt werden. Es handelt sich um die größte investigative Organisation in Deutschland, in der studentische Rechercheteams in den großen Medienstädten sowie an bundesweit zehn Hochschulen und Universitäten von Hamburg bis München die „blinden Flecken“ der deutschen Medienlandschaft recherchieren. Bei der INA handelt es sich um eines der ältesten noch existierenden Beispiele für gemeinnützigen Journalismus in Deutschland.

 

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