Kölner Forum für Journalismuskritik 2026: Diskussion zum Thema „Ratlose Politik, mutlose Medien? Was wir jetzt tun können.“

Beim Kölner Forum für Journalismuskritik diskutierten Annette Schavan, ehemalige Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dagmar Rosenfeld, Journalistin, Jean Asselborn, ehemaliger Außenminister Luxemburgs, und Fabian Grischkat, Journalist und Influencer, über die aktuelle Demokratie- und Medienkrise. Unter dem Titel „Ratlose Politik, mutlose Medien? Was wir jetzt tun können“ standen vor allem Fragen im Mittelpunkt, wie Politik und Medien mit zunehmender Unsicherheit und gesellschaftlicher Spaltung umgehen können.

Annette Schavan betonte, dass es heute mehr Kompromissbereitschaft zwischen den Parteien brauche, da es kaum noch klare Mehrheiten gebe. Gleichzeitig forderte sie mehr Leidenschaft für Demokratie im Alltag.

Dagmar Rosenfeld sprach über eine „zerklüftete Öffentlichkeit“ und kritisierte die starke Klickorientierung vieler Medien. Dadurch verliere der klassische Journalismus zunehmend seine Rolle als „Gatekeeper“.

Fabian Grischkat ergänzte, dass besonders junge Menschen Nachrichten oft nur noch wenige Sekunden Aufmerksamkeit schenken. Algorithmen sozialer Medien folgten dabei eigenen Logiken und verschärften die Herausforderungen für die demokratische Meinungsbildung.

Die Diskussion machte deutlich, dass Politik und Medien vor großen Herausforderungen stehen. Gleichzeitig wurde aber auch betont, dass Demokratie, Medienbildung und kritischer Journalismus heute wichtiger sind denn je.

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