Null Thesen zur Zukunft des Journalismus

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Der Deutsche Journalisten Verband Mecklenburg-Vorpommern hatte nach der Zukunft des Journalismus gefragt, und INA-Vorstand Prof. Dr. Hektor Haarkötter hat geantwortet. Im Mitgliedermagazin „Kiek an“ hat Haarkötter „Null Thesen zur Zukunft des Journalismus“ vorgestellt. Im Sinne einer „konstruktiven Journalismuskritik“ hat er, analog zu den gerade angesagten „constructive news“, nach den positiven Aussichten für den Journalismus von morgen gesucht. Einerseits bleibt es richtig, dass die wirtschaftlichen Ressourcen für die Produktion von gutem Journalismus enger werden:

Worunter fast alle Mediengattungen zu leiden haben, ist der Anzeigenrückgang. Die Reklame ist aber nicht verschwun- den, sondern woanders hingewandert, nämlich ins internet. Dort fällt dennoch das Geldverdienen nach wie vor häufig schwer: Das spricht aber nicht für eine Krise des Journalismus, sondern nur für eine Krise des Medienmanagements.

Dem stehen aber Gegenanzeichen entgegen, die auch dem Journalismus von morgen gute Zukunftschancen beimessen:

Neue Erzählformen, neue Recherchemöglichkeiten, ja, und auch ganz neue Berufe und Tätigkeits- felder, für die wir teilweise heute noch gar keine Namen haben. Wer kannte vor fünf Jahren den „Social Media Manager“? Der information Overload ist keine Be- drohung, sondern eine Option für den Journalismus, denn wer soll sonst durch den Dschungel an infohappen und Junk News navigieren? Gatekeeper sind mehr gefragt denn je. Aber dafür ist sicherlich mehr technisches KnowHow nötig als in der Vergangenheit.

Der Artikel ist als pdf hier zu lesen:
Kiek an: „Null Thesen zur Zukunft des Journalismus“ (Haarkötter)

 

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