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2017: Top 3 -

2017: Top 3

Costa Rica und andere Länder ohne Militär

Costa Rica ist einer von sehr wenigen Staaten weltweit, der über kein eigenes Militär verfügt, und das bereits seit über sechzig Jahren. Trotz der über 20 Länder ohne stehendes Heer und dem langen Zeitraum, den Costa Rica bereits darauf verzichtet, ist dieser Zustand nahezu unbekannt und wird von der Presse, sowohl von ausländischer als auch von inländischer, stark vernachlässigt. Schon die Frage nach den Erfolgschancen und den Vorteilen militärloser Staaten, insbesondere für deren Wirtschafts- und Bildungssysteme der entsprechenden Länder, verleiht dem Thema Relevanz. Diese Relevanz steigt noch angesichts des weltweit zunehmenden Terrorismus und der zahlreichen internationalen Konfliktherde. Vielfach ertönt da der Ruf nach militärischem Eingreifen. Militärlose Länder und ihre Strategien könnten Alternativen zu bewaffneten Einsätzen aufzeigen. Das sollte medial breiter aufgezeigt und diskutiert werden.

Sachverhalt:

Weltweit gibt es insgesamt 25 Staaten ohne ein eigenes Militär. Zu diesen Ländern gehören zum Beispiel Monaco, Island, Mikronesien, Japan, und vor allem: Costa Rica. Zunächst muss allerdings geklärt werden, ob es wirklich kein stehendes Heer gibt oder ob es nur unter einem anderen Namen einfach weiter existiert. „Kein stehendes Heer“ bedeutet nämlich nicht unbedingt, über gar kein Heer zu verfügen. Ein Beispiel hierfür war die Weimarer Republik. Es gab eine Auflage, die besagte, dass es nur ein stehendes Heer von 40.000 Soldaten geben durfte. Durch die Beurlaubung oder Entlassung von Soldaten aus dem Heer, den Einzug und die Ausbildung neuer Soldaten sowie wieder deren Entlassung gab es faktisch eine viel größere Zahl militärisch ausgebildeter Soldaten. Ein aktuelles Beispiel ist Japan. Offiziell besitzt Japan kein Militär. Der neunte Artikel der japanischen Verfassung untersagt nämlich den Unterhalt einer Armee. Des Weiteren verbietet sie die Androhung sowie die Führung von Kriegen. Das Land verfügt aber über sogenannte Selbstverteidigungsstreitkräfte. Diese sind seit der Neufassung der Verteidigungsrichtlinien, die 2004 ausgearbeitet wurden, berechtigt, zur Unterstützung der eigenen Luftwaffe Tankflugzeuge einzusetzen. Auch wenn diese nur der Verteidigung dienen, gelten sie in Folge der Vergrößerung der Reichweite von Kampfflugzeugen als offensives Element. Entsprechend des Vorhandenseins von Truppen und offensiven Elementen kann im Falle von Japan also nur auf dem Papier von einem militärfreien Staat gesprochen werden.
Eine Hypothese, weshalb es Staaten gibt, die kein Militär besitzen, ist, dass ihnen dafür das Budget fehlt, dass es sich womöglich um ein Entwicklungsland ohne feste Strukturen handelt oder dass es der geographischen Lage geschuldet ist. Auch kann es sein, dass keine oder nicht ausreichend Männer und Frauen für den Dienst in der Armee freigestellt oder gefunden werden können. Diesbezüglich stellt sich dann auch die Frage, wie es um den Wohlstand und den Bildungsstand der Bevölkerung durch den Verzicht auf Streitkräfte bestellt ist. Die meisten militärfreien Länder sind relativ klein. Ansonsten unterscheiden sie sich aber sehr voneinander. Es gehören sowohl arme als auch wohlhabende Staaten dazu, ebenso wie Inselstaaten, Staaten in Europa, Mittelamerika und Polynesien. Bis auf den Vatikan, Niuie und die Cookinseln sind alle militärfreien Staaten aber Mitglieder der UN. Außerdem sind mit Ausnahme des Vatikans alle anderen Länder und Staaten demokratisch regiert.
Sie kommen gut ohne eigenes Militär aus, denn einige von ihnen haben Abmachungen mit anderen Staaten, die sie als Schutzmacht verteidigen, wenn sie angegriffen werden sollten. So werden Palau und Mikronesien zum Beispiel von den USA verteidigt und San Marino von Italien. Dass sie nicht selbst über ein eigenes Militär verfügen, hat dabei ganz unterschiedliche Gründe. Einige dieser Staaten sind eingeschlossen von anderen Staaten, andere sind winzige Inselstaaten im Pazifik oder Atlantik. Zehn der kleinsten unabhängigen Länder gehören zu den militärfreien Staaten (Vgl. GILSINAN, Kathy, 2014). Sie gelten als solche, die in der Regel schlichtweg keine Invasionsziele sind. Zum anderen haben sich andere Länder, die einstmals Kolonien waren, nach ihrer Unabhängigkeit entschlossen, gar nicht erst ein eigenes Militär aufzubauen, sondern ihren Schutz beim ehemaligen Mutterland zu belassen.
In Costa Rica, einem Vier-Millionen-Einwohner-Staat, wurde das Militär bereits vor über 60 Jahren am 8. Mai 1949 per Verfassung abgeschafft. Bevor dies aber geschehen konnte, fanden umstrittene Wahlen die zu einem blutigen Bürgerkrieg führten, statt. Nachdem nun dieser Bürgerkrieg beendet war, baute der Sieger nicht wie erwartet seine siegreichen Verbände zu einer neuen, starken Armee aus. José Mariá Figueres Ferrer, der Kopf der provisorischen Regierung war, setzte seine neue Macht dazu ein, innerhalb von 18 Monaten die Strukturen des gesamten Landes grundsätzlich zu ändern. Sein Ziel waren nicht Revolutionen und Sozialismus. Sein Ziel war stattdessen Demokratie und ein sozialdemokratischer Entwicklungsweg. Dabei wird jedoch von manchen angemerkt, dass er, der selbst durch einen Putsch an die Macht gekommen ist, dies tat, um sich selbst vor einer Entmachtung durch einen militärischen Staatsstreich zu schützen. Aus diesem Grund wurde in der neuen costaricanischen Verfassung ein Paragraf eingefügt, der ein stehendes Heer beziehungsweise eine Armee verbot. Dieser Paragraf ist bis heute in Kraft und wurde bisher auch nicht verändert.
Überall in Mittelamerika war ansonsten das Militär die ultimative Anlaufstelle für die Gegner sozialer Reformen. In Costa Rica hingegen konnte eine sozialdemokratische Reformpolitik umgesetzt werden. So fand schrittweise eine Agrarreform statt. Des Weiteren wurde das Bankensystem nationalisiert, Genossenschaften wurden gegründet und die Kleinbauern wurden vor den Preisschwankungen des Kaffeeweltmarkts geschützt. Erstmals mussten die Bananenmultis Steuern zahlen. Das Gesundheits- und das Bildungssystem wurden vom Staat ausgebaut, und dadurch war die Einkommensverteilung weit weniger ungerecht als in den meisten anderen Ländern der Dritten Welt. Wahlen fanden regelmäßig alle vier Jahre friedlich statt, eine Regierung löste die andere ab, aber sonst änderte sich wenig. Costa Rica tauchte kaum noch in den Schlagzeilen auf, es sei denn als Vermittler in den Konflikten seiner Nachbarstaaten/-Länder. 1983 wurde seine permanente Neutralität verkündet. 1987 erhielt Präsident Óscar Arias Sánchez sogar den Friedensnobelpreis. Diese Auszeichnung galt im Grunde aber weniger seiner Person als seinem Land.
In der internationalen Wahrnehmung erhielt Costa Rica den Beinamen Schweiz Zentralamerikas. Natürlich wird es dabei immer gern idealisiert. Von Kritikern wird immer wieder auf die Aufrüstung der Polizeikräfte und deren Ausbildung in einer umstrittenen US-amerikanischen Militärschule, mit dem Beinamen „School of Assassins“ versehen, verwiesen. Dennoch sind diese auch 60 Jahre nach der Abschaffung der Armee tatsächlich nur Polizeikräfte und keineswegs eine Armee unter anderem Namen, wie das eben bei Japans Selbstverteidigungskräften der Fall ist. Es gibt kein Militär als Staat im Staate, keinen Korpsgeist der Uniformierten, keine Pensionskassen für Militärs, keine unantastbaren Wirtschaftsunternehmen. Dennoch wenden Skeptiker gern ein, dass das Modell Costa Rica ohne Rückendeckung durch die USA in dieser Form überhaupt nicht möglich gewesen wäre. Aber nicht nur Costa Rica, sondern auch viele andere Länder haben weniger sozialverträgliche Entwicklungen finanziert, trotz teilweise größerer Unterstützung durch Washington. Es stimmt, dass die Schweiz Zentralamerikas seit den 80er-Jahren eine Reihe zentraler Bausteine ihrer sozialdemokratischen Grundarchitektur der Marktliberalisierung angepasst hat. Korruption hat die politische Klasse diskreditiert und soziale Spannungen haben zugenommen. Wirtschaftlich und sozial geht es Costa Rica im Vergleich zu den Nachbarländern Nicaragua, Honduras oder El Salvador aber erheblich besser. Auch politisch ist das Land immer noch ein Sonderfall. Als im Jahr 2000 die Nation durch starke Proteste gegen die Privatisierung von Strom- und Telekom-Unternehmen lahmlegt wurde, hatte die Regierung keine andere Wahl, als mit den sozialen Bewegungen zu verhandeln. Schon deshalb, weil es keine Armee gab, die die Straßen mit Waffengewalt geräumt hätte. Militär kostet sehr viel Geld, außerdem müssen Soldaten ausgebildet und bezahlt werden. Waffen und Transportmittel sind auch sehr teuer. Aus diesem Grund gibt Costa Rica Geld, das vorher für Dinge, die letztlich der Zerstörung dienten, stattdessen für den Umbau der nun nicht mehr genutzten Militäranlagen in Schulen und Universitäten, Krankenhäuser, Jugendheime, Museen, Einrichtung für Menschen mit Behinderung, Straßen, sowie Sozialleistungen aus.
Zwischen 1992 und 2000 wurden über 40 Prozent der Staatsausgaben in das Gesundheits- und Bildungswesen investiert, was ein großer Faktor für die sehr niedrige Analphabeten-Quote in Costa Rica ist. Die Bildungsausgaben in Deutschland betrugen im Jahr 2015 15,27 Milliarden Euro, was nur 5,1 Prozent des Bundeshaushaltes von 299,1 Milliarden Euro sind. So liegen die Verteidigungsausgaben bei 11 Prozent, während Bildungs- und Gesundheitsausgaben zusammen nur 9,1 Prozent ausmachen.

Das Bildungssystem, über das Costa Rica verfügt, ist sehr fortschrittlich. Die Bildung bis zum Abitur ist öffentlich, kostenlos und verpflichtend, was zu einer Alphabetisierungsrate von 96 Prozent führt. Dies ist eine der höchsten Raten in Lateinamerika. Außerdem wurde durch die allgemeine Gesundheitsversorgung dafür gesorgt, dass in Costa Rica durch eine der höchsten Gesundheitsraten eine sehr niedrige Säuglingssterblichkeit herrscht und dass die durchschnittliche Lebenserwartung der Bevölkerung bei 79 Jahren liegt.

Es profitieren aber nicht nur die Menschen, sondern auch die Wirtschaft. In Costa Rica gibt es nämlich auch eine starke Arbeitsgesetzgebung, mit einem Arbeitsgesetz, welches den costaricanischen Arbeitnehmern eine Reihe von Rechten einräumt. Diese Rechte sind sogar besser als jene von einigen Industrieländern. Des Weiteren hat das Land mit einem effizienten Justizsystem und der Schaffung von öffentlichen Institutionen, wie dem „Instituto Costarricense de Electricidad“, das dem Land einen besseren Zugang zur Telekommunikation und Elektrifizierung von 90 Prozent des Landes verschafft hat, unter anderem erreicht, dass Costa Rica eine fundierte Demokratie und, wie schon erwähnt, eine wachsende und mächtige Wirtschaft auf internationalen Niveau hat.
Aber es gibt nicht nur gute Seiten und Vorteile in einem Land wie Costa Rica, obwohl es in Mittelamerika lange als leuchtendes Beispiel galt. Während brutale Jugendgangs Honduras und El Salvador in Schlachtfelder verwandelten, war die „Reiche Küste“ ein Ort des Friedens, der, auch deshalb, oft als „Schweiz Mittelamerikas“ bezeichnet wurde. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von rund 10 000 US-Dollar pro Kopf und einer durchschnittlichen Wachstumsrate von um die vier Prozent, präsentierte sich Costa Rica in den vergangenen Jahren als solider Wirtschaftsstandort, ganz im Gegensatz zu seinem Nachbarland Nicaragua, dem zweitärmsten Staat Lateinamerikas. Costa Rica hingegen gilt als Musterland der politischen Stabilität und des sozialen Friedens, während zum Beispiel in Guatemala ein Korruptionsskandal den nächsten jagt. Das Land kam zuletzt allerdings wegen seiner Lage zwischen den Koka-Anbaugebieten in Südamerika und dem riesigen Drogenmarkt USA ins Straucheln. Dadurch gerät das kleine Land immer stärker in den Fokus krimineller Organisationen. Laut einer Prognose der Kriminalpolizei dürften bis Ende des Jahres mehr als 530 Morddelikte verübt werden. Diese Zahlen wären um 30 Prozent höher als noch 2012 und 2013. Mit zehn Morden je 100 000 Einwohner hätte die Gewalt dann außerdem ein Niveau erreicht, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als pandemisch beschreibt . Nach Einschätzung des Büroleiters der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in San José, Stefan Burgdörfer, hat sich das subjektive Sicherheitsempfinden der Costa Ricaner in der letzten Zeit verschlechtert. In einer Umfrage der KAS nannten 30 Prozent der Bevölkerung die Sicherheitslage als drängendstes Problem und weitere 20 Prozent Drogenhandel sowie Drogenkonsum. In einer Analyse des auf Sicherheitsthemen spezialisierten Portals „Insight Crime“ heißt es, dass es Hinweise darauf gibt, dass Costa Rica für den Drogenhandel immer wichtiger wird. Aus diesem Grund werde die Gewalt im Zusammenhang mit der Drogenkriminalität in Costa Rica wohl weiter zunehmen.
Folglich stellen sich einige Fragen bezüglich der Sicherheit Costa Ricas und der anderen militärfreien Staaten. Durch das Fehlen eigener Truppen, von dem in den meisten der 25 Fälle auszugehen ist, besteht für andere Länder und Nationen seitens dieser Staaten keine Bedrohung. Allerdings bedeutet dieses Fehlen auch den Verzicht auf eigene Verteidigungstruppen. Entsprechend wäre davon auszugehen, dass sie bei Angriffen seitens anderer Länder oder Terrororganisationen praktisch ungeschützt sind: Eine hohe Bedrohungslage. Das ist ein Kritikpunkt, auf den vor allem von vielen Politikern immer wieder eingegangen wird, wenn Friedensbewegungen, Menschenrechtsorganisationen oder andere Politiker vorschlagen, Truppen im eigenen Land zu dezimieren oder ebenfalls abzuschaffen, sich ein Beispiel an Costa Rica zu nehmen. Dabei wird auch vermehrt angemerkt, Länder wie Deutschland oder auch andere große Staaten wie England, Frankreich oder die USA wären mit Costa Rica nicht zu vergleichen. So bleibt die Frage, ist dieses Modell einer militärfreien Gesellschaft übertragbar? Könnte es auch in weiteren Ländern Fuß fassen und funktionieren? Diese Aspekte genauer zu erforschen, steht aus.
In der Öffentlichkeit diskutiert wird das Thema hauptsächlich von Politik sowie Pazifismus- und Friedensbewegungen. Für diese zwei Interessengruppen ist die Thematik am meisten von Belang. Die einen sehen in Ländern wie Costa Rica ein Vorzeigebeispiel sondergleichen als Beweis für die Möglichkeit einer friedlicheren Welt mit weniger oder sogar ganz ohne Militär. So führt beispielsweise ein britischer Politiker als Zukunftsversion an, Länder sollten nicht mehr stolz darauf sein wie groß und stark ihr Militär ist, sondern darauf, dass sie keines haben. Er setzt sich ebenfalls für die Umverteilung der Gelder von Militär auf soziale Sektoren ein. Doch selbst jene, die vorschlagen, sich ein Beispiel an Costa Rica zu nehmen, räumen teils selbst ein, dass es in der aktuellen Lage und unter gegebenen Bedingungen der einzelnen Staaten utopisch ist, jetzt sofort das landeseigene Militär abzuschaffen, sei es nur wegen Verpflichtungen gegenüber Bündnis- und Vertragspartnern. Die andere Seite, jene die für die Aufrechterhaltung der Zustände und gegen die Verringerung oder gar Abschaffung des Militärs argumentiert, führt hingegen den Punkt an, dass die Armeen nicht nur für Kriege und gewalttätige Auseinandersetzungen gebraucht würden. Sie seien nicht dazu da, Kämpfe anzufangen, sondern sie zu verhindern, sollen vor allem dem Schutz des Landes dienen, und sei es nur in Form der Abschreckung potenzieller Aggressoren durch die Zurschaustellung und Demonstration ihrer Existenz und Kampfbereitschaft. Zudem argumentiert Wolfgang Huber, ein deutscher Politiker, gegen die Vorstöße seiner Kollegin, Margot Käßmann, ohne Militär hätte zum Beispiel Deutschland keine Möglichkeiten, bedrohte und bedrängte, hilfsbedürftige Menschen zu schützen. Man dürfe folglich nicht im Namen des Friedens und der Menschlichkeit Entscheidungen treffen, wenn man dabei humanitäre Aspekte außer Acht lässt.

Relevanz:
Da nur sehr wenige Beiträge in Presse und Fachwissenschaft sich eingehend mit dem Thema Costa Rica und anderen Ländern ohne Militär befassen, werden auch nur selten spezifische Aussagen über die Relevanz des Sachverhalts getroffen. Jedoch lassen sich aus inhaltlichen, sachlichen und positiv hervorgehobenen Aspekten sowie Kritikpunkten gewisse Kriterien ableiten, die die Relevanz des Themas herausheben. Die Tatsache, dass Costa Rica und andere Länder wie beispielsweise Monaco, Island oder Mikronesien kein Militär haben, hat auf andere Länder der Welt einen grundsätzlich relativ geringen Einfluss, denn durch das Nichtvorhandensein militärischer Truppen entsteht für angrenzende und entfernte Staaten keine Bedrohung. Da jedoch in Form der Schutzmächte verschiedene Länder Truppen abstellen, ist das Thema für diese Staaten durchaus von Bedeutung. Für sie bedeutet es eine Dezimierung der eigenen Kräfte zur Verteidigung und zum Schutz. Gleichfalls gilt das für Bündnisse wie die NATO, die ihre Truppen auf viele Krisenherde verteilen müssen. Da für beide Seiten des Bündnisses in Folge dessen eine erhöhte Bedrohung durch kriegerische oder terroristische Akte entstehen kann, besitzt der Sachverhalt eine gewisse Brisanz und folglich auch Relevanz. Trotz der gesteigerten Bedrohung gibt es in einigen Ländern Diskussionen zwecks der Übertragbarkeit des Modells, beispielsweise in Österreich. Auch wenn die Abschaffung des Militärs in einem dieser Staaten in der aktuellen Terrorsituation nahezu utopisch ist, bleibt der Gedanke, ob es ein Zukunftskonzept wäre. Denkbar wäre ein gestuftes Vorgehen, bei dem beispielsweise Truppenzahlen dezimiert und die eingesparten Mittel auf Bildungs- und Sozialsektor umgeschichtet würden. In Costa Rica hat genau diese Verlagerung der Prioritäten offenbar gut funktioniert. Relevant wäre die vermehrte Berichterstattung darüber, da ein solch radikaler Schritt etwas ist, an das sich die Menschen erst einmal gewöhnen müssten. Entsprechend wäre die Berichterstattung von hoher Relevanz.

Vernachlässigung:

Obwohl Costa Rica und auch andere Länder schon seit längerer Zeit weitestgehend auf Militär, Armee und andere militärische und paramilitärische Truppen verzichten, ist das Thema der Aufgabe von militärischen Kräften in anderen oder dem eigenen Land kaum in der öffentlichen Diskussion in Presse und Fachwissenschaft vertreten. In der Datenbank Nexis, die unter allen verwendeten Ressourcen die meisten themenrelevanten Treffer erzielt hat, waren so zwar 390 Ergebnisse zu finden, jedoch hatten diese in den seltensten Fällen auch direkten, verwertbaren Themenbezug. So war durch die mehrsprachige Ergebnismenge ein Großteil der Artikel auf bewaffnete Einheiten (französisch „armée“) bezogen, dabei handelt es sich jedoch meist um Beiträge zu den Themen Umweltschutz und Umweltaktivismus oder aber Drogenkriminalität und -schmuggel. Auch bei den wenigen themenspezifisch verwertbaren Treffern besteht das Problem, dass sie oftmals keinen Bezug auf die heutige Zeit haben. Häufig wurde nur der Umstand selbst, jedoch nicht Auswirkungen und Entwicklungen eben des Zustands der Militärlosigkeit behandelt. Auch bei WISO wurde ersichtlich, wie wenig das Thema von der Presse beachtet wird. Während im Bereich der Fachzeitschriften keinerlei Treffer zum Thema Costa Rica und Militär oder Armee erzielt werden konnten, gab es im Bereich Presse lediglich 5 Treffer bezüglich Costa Rica, Militär und Armee, wobei davon zwei aus dem Jahre 1988 waren.

 Costa Rica in der deutschsprachigen Presse

Da es insgesamt nur sehr wenige Beiträge in der internationalen Presse gibt, die sich mit Costa Rica auf die für uns relevante Weise beschäftigen, ist folglich auch in der deutschen Presse kaum etwas zu finden. Allerdings betrifft dieser Informationsmangel nicht Nachrichten und Meldungen über Costa Rica im Allgemeinen, sondern nur in Verbindung mit Militär, Armee, Bildungs- oder Militärausgaben. So ist in der Datenbank WISO zu Costa Rica als Suchbegriff für die Schlagwortsuche eine Ergebnismenge von insgesamt 104 779 Treffer zu erzielen. Auch im Bereich der Fachzeitschriften belief sich die Treffermenge noch auf 3343 Treffer, mit der Einschränkung auf das Themengebiet Politik noch immer auch 188. Verknüpft man jedoch an dieser Stelle Costa Rica noch mit dem weiteren Schlagwort Militär oder auch Armee, liegt die Treffermenge bei null Ergebnissen. Bei Costa Rica in der Presse verhält es sich ähnlich; zunächst noch 91895 Ergebnisse zu Costa Rica, in der Verknüpfung jedoch wieder nur noch 721. Hierbei bleibt das Problem, dass im Großteil der Fälle nicht auf die hier relevanten Fragen und Gegebenheiten eingegangen wird. Mit nur vier deutschsprachigen Ergebnissen, zwei Zeitungsartikeln und zwei Abstracts, ist die Menge verglichen mit den Treffern zu Costa Rica im Allgemeinen verschwindend gering. Es ist also festzustellen, dass der Mangel an Informationen und Beiträgen zur Militärfreiheit der Gesellschaft in Costa Rica nicht an mangelnder Beschäftigung mit dem Land in der inländischen Presse liegt, sondern dass die Vernachlässigung auf den Themenschwerpunkt des Verzichts auf Militär zutrifft.

Costa Rica in der englischsprachigen Presse

Mit der englischsprachigen Presse verhält es sich etwas anders als mit der deutschsprachigen. Dort ist das Thema durchaus häufiger vertreten. Dieser Umstand ist wohl vor allem der Tatsache geschuldet, dass viele Ergebnisse Zeitungsartikel aus costa-ricanischen Zeitungen sind, die auf Englisch veröffentlichen. Es gibt aber auch Berichte aus anderen englischsprachigen Ländern, so beispielsweise Indien, England und den USA. Das ergab die Recherche in Nexis mit verschiedenen Filtern 2877 Treffer für die Suchbegriffe Costa Rica und military und oder army allein in den letzten fünf Jahren. Wobei auch hier wieder anzumerken ist, dass sich eine Vielzahl der Berichte um Themen drehen, die den eigentlichen Schwerpunk der Recherche nur streifen oder gar nicht berühren. So geht es beispielsweise um Konflikte in den Nachbarländern Costa Ricas, in welche sie direkt oder indirekt involviert sind, um Äußerungen von costa-ricanischen Politikern oder Aktivisten von Pazifismus- und Friedensbewegungen bezüglich des Eingreifens vornehmlich amerikanischer Truppen in Nahost-Konflikte oder aber um eher triviale Themen wie beispielsweise Fußball. Hier sind teilweise Informationen enthalten, meist aber auf eher beiläufige Art und Weise und nur sehr oberflächlich (Vgl. TONKIN, Boyd, 2014; SMITH, Steven, 2014). Trotzdem finden sich einige dutzend Artikel, die sich mit Costa Rica in Bezug auf den Verzicht auf eigenes Militär (Vgl. WEATHERS, Ellen, 2011) oder der Debatte um die Warnung vor Militarisierung und Aufrüstung (Vgl. DYER, Zach, 2013; FENDT, Lindsay, 2013; KANE, Corey, 2014) beschäftigen, sowie auch mit militärfreien Ländern insgesamt (Vgl. GILSINAN, Kathy, 2014) und das allein innerhalb des Zeitraums der letzten fünf Jahre. Entsprechend ist zu vermerken, dass das Thema in der englischsprachigen Presse durchaus beachtet wird, wenn auch immer noch nicht in einem sehr großen Maße, jedoch in jedem Fall mehr als in Deutschland und dem deutschsprachigen Raum.

Fachwissenschaft

Ungeachtet der Tatsache, wie lange Costa Rica bereits auf ein eigenes stehendes Heer verzichtet, ist trotzdem wenig darüber in der Fachpresse zu lesen. Die Thematik wird vor allem in der näheren Vergangenheit selten thematisiert oder diskutiert und auch in der Vergangenheit nur geringfügig angerissen. So konnten wir zum einen nur zwei Bücher finden, die thematisch relevant erschienen, wobei beide mehr als 20 Jahre alt sind. Daher sind sie, ungeachtet der Tatsache, dass sie das Thema nur bedingt schneiden, für die Ermittlung der gegenwärtigen Lage und Funktionalität des Modells des militärlosen Staates nicht geeignet (Vgl. Aas, Hoivik, 1986; Vargas, 1996). Dass nur alte Studien und Artikel zu finden sind, spricht nicht für einen hohen Beschäftigungsgrad mit dem Thema seitens der Fachwissenschaft. Zum anderen stießen wir auf einen Länderbericht über Costa Rica von 2009. Dieser beschäftigt sich allerdings vornehmlich mit der aus dem Jahre 1949 stammenden Verfassung Costa Ricas und deren Auswirkungen auf die Entwicklung einer stabilen Demokratie sowie dem Vergleich zwischen Costa Rica und Deutschland (Vgl. Weiß, 2009). Durch die Verankerung des Verzichts auf eine Armee in der Verfassung wird hier zwar so das Thema angeschnitten, jedoch bildet das nicht den Hauptaspekt beziehungsweise das Zentrum der Arbeit, sondern nur einen von vielen, die im Zusammenhang mit der Kernfrage des eigentlichen Themas stehen. Folglich ist auch dieser Aufsatz keine Studie zum in diesem Fall relevanten Thema.

Entsprechend sind auch zentrale Forschungsfragen schwer zu benennen, da wir keine Forschungen zum direkten Themenschwerpunkt finden konnten. Aus dem, was in den fachwissenschaftlichen aber auch populären Quellen angerissen wird, kann man jedoch ableiten, dass vor allem der Zusammenhang des Verzichts oder der Ablehnung eines eigenen Militärs mit der Demokratisierung des Landes, hohen Bildungs-, Gesundheits- und Wohlstandsstandards der Bevölkerung und positiven und negativen Tendenzen und Entwicklungen im Land zentrale Aspekte wären, um die sie die Forschung aufgrund herrschender Fragen und Interessen drehen müsste. Dass wir nicht nur nach deutschsprachigen Werken gesucht haben, trotzdem jedoch nur so wenige Treffer erzielen konnten, spricht dafür, dass es nicht nur in der nationalen, sondern auch internationalen Fachwelt eine nahezu völlig vernachlässigte Thematik ist. Entsprechend kann nicht von einem gänzlich durchdrungenen oder gründlich untersuchten und nachrecherchierten Thema geredet werden. Eine tiefgreifende Recherche und Studien wären nötig, um gestellte Fragen zufriedenstellend zu beantworten. Eine Bewertung der Bedrohung solcher Länder für andere, die Bedrohung für die Länder selbst und die Tauglichkeit des militärlosen Modells wären ebenfalls nötig, um eine derartige Bewertung abgeben zu können.

 

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Quellen:

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